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Fliegeruhren ganz einfach erkennen – so geht’s

Man muss kein Berufspilot sein, um Fliegeruhren optisch ansprechend zu finden. Ganz im Gegenteil sind die großen sportlichen Uhren, die einst für Piloten der Luftwaffe entworfen wurden, auch heute noch durchaus praktische Messinstrumente – auch im Alltag. Wichtig war für die Flieger während des Ersten Weltkrieges vor allem eine verlässliche Uhr zu haben, die gut ablesbar ist und präzise misst. Sie dienten der Orientierung und Messgenauigkeit. Dabei mussten die Fliegeruhren besonders widerstandfähig sein und für voll bekleidete Piloten leicht bedienbar.

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Die ersten Fliegeruhren

Die erste Fliegeruhr entwarf Cartier: Louis-Francois Cartier entwickelte für einen Freund, den brasilianischen Luftfahrtpionier Alberto Santos Dumont, einen praktischen Zeitmesser für die Lüfte. Die Santos von Cartier wies noch nicht das typische Aussehen einer Fliegeruhr auf, doch sie ebnete den Weg für die kommenden. Die nächste und bereits typische Züge tragende Fliegeruhr stammte von Zenith und begleitete den französischen Luftfahrtpionier Louis Blériot bei seinem Ärmelkanalflug.

Aus den ersten Fliegeruhren ergaben sich in Folge ihre optischen Charakteristika. Man erkennt eine Fliegeruhr bereits an ihrem Äußeren, welches sich über die Jahrzehnte hinweg kaum verändert hat. Somit gelten selbst neue Fliegeruhren auch heute als Retromodelle, die sich im Design an ihren Ursprüngen orientieren.

7 typische Merkmale von Fliegeruhren

  1. Das mattschwarze Zifferblatt wurde gewählt, um nicht zu reflektieren und die Piloten nicht zu blenden.
  2. Um sicherzustellen, dass die Zeit auch im Dunkeln angezeigt wird, sind die Indexe mit Leuchtmasse versehen.
  3. Anstelle der Zwölf ist ein Dreieck platziert. Es diente dazu, die Zwölf bestmöglich von den anderen Zahlen unterscheiden zu können.
  4. Die Krone musste groß, griffig und selbst mit Handschuhen leicht greifbar sein. Deshalb ist sie zum einen geriffelt und zum anderen oft in konischer Form designt.
  5. Auch der überdurchschnittlich große Gehäusedurchmesser diente der besseren Ablesbarkeit.
  6. Die ersten Fliegeruhren erhielten Bänder, die besonders lang waren. Dies war notwendig um über die Fliegerjacken der Piloten zu passen.
  7. Metallnieten an den Bandstegen dienten dazu, die Uhr sicher am Handgelenk zu halten. Das wird heute noch gerne als optisches Highlight bei manchen Modellen verwendet.

All diese Merkmale der Fliegeruhr dienen der optimalen Ablesbarkeit und haben sich größtenteils bis heute erhalten. Ein Klassiker unter den Fliegeruhren, etwa die Breitling Navitimer 01 wurde zudem in späterer Folge um eine Zeitzonenanzeige ergänzt. Auch die drehbaren Lünetten sind nun möglich, wie etwa bei der Tutima Grand Flieger Airport Kollektion. Fliegeruhren mit Gangreserveanzeige und Datumsanzeige gibt es von IWC Schaffhausen, beispielsweise die Big Pilot’s Watch Spitfire. Die Pilot Uhrenmodelle von Zenith überzeugen durch neue Vintagefarben am Band, wie etwa grün, blau hellbraun, sowie den Einsatz von Bronze für das Gehäuse.

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