• Seltene Techniken wie das Guillochieren bei Victor Mayer wurden im Projekt „Manufakturelle Schmuckgestaltung

    Seltene Techniken wie das Guillochieren bei Victor Mayer wurden im Projekt „Manufakturelle Schmuckgestaltung" in die UNESCO Immateriellen Kulturerbe aufgenommen.

  • Auch das Emaillieren bedarf einer besonderen Technik.

    Auch das Emaillieren bedarf einer besonderen Technik.

  • Die Pforzheimer Manufaktur Victor Mayer ist eine der letzten, in der diese Handwerktechniken eingesetzt werden ...

    Die Pforzheimer Manufaktur Victor Mayer ist eine der letzten, in der diese Handwerktechniken eingesetzt werden ...

  • ... um solche Kostbarkeiten zu erschaffen.

    ... um solche Kostbarkeiten zu erschaffen.

  • Geschäftsführer Dr. Marcus Oliver Mohr ist stolz, Teil dieses immateriellen Kulturerbes zu sein.

    Geschäftsführer Dr. Marcus Oliver Mohr ist stolz, Teil dieses immateriellen Kulturerbes zu sein.


23. 02. 2016

Victor Mayer: Immaterielles Kulturerbe

Es gibt Fertigungstechniken in der Schmuckbranche, die nur mündlich überliefert wurden und heute beinahe in Vergessenheit geraten. Um das zu verhindern wurde das Projekt „Manufakturelle Schmuckgestaltung" jetzt in das UNESCO Immaterielle Kulturerbe aufgenommen.

Guillochieren, Prägen/Pressen oder das Sandgussverfahren sind charakteristisch für die Herstellung von Jugendstilschmuck. In der Pforzheimer Manufaktur Victor Mayer werden diese Techniken noch heute tagtäglich angewendet. Doch es gibt Techniken, die nur noch hier erlernt werden können. „Wenn man es bei Victor Mayer nicht lernt, dann nirgends", erklärt der Geschäftsführer der Manufaktur Dr. Marcus Oliver Mohr.

Um dieses Wissen und die Kenntnisse weiter zu geben und zu erhalten, wurde das Projekt „Manufakturelle Schmuckgestaltung" in die Liste der UNESCO Immateriellen Kulturerbe aufgenommen. „Dieses Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, die einzigartigen manufakturellen Verfahrenstechniken nebst des dazugehörigen Erfahrungswissens zu erhalten und an kommende Generationen weiterzugeben. Wir sind sehr stolz, Teil dieses Projektes zu sein", so Mohr.

Initiiert wurde das Projekt vom Deutschen Technikmuseum Berlin und von der Arbeitsgruppe „Schmuck verbindet" Pforzheim. Das Deutsche Technikmuseum Berlin hat dafür den Bestand der Maschinen aus Pforzheim übernommen und arbeitet mit mehreren Partnern zusammen. Es werden jedoch nicht nur Maschinen in ihrem historischen Kontext und dazugehörige Produkte dargestellt, es wurden auch eine voll funktionstüchtige Museumswerkstatt eingerichtet sowie die noch lebenden Träger des Wissens zusammengebracht – darunter vor allem auch die Kunsthandwerker von Victor Mayer.

Das Projekt hat einen Prozess in Gang gesetzt, der Techniken der Schmuckgestaltung ermittelt, dokumentiert, sichert und teilweise neu belebt. Im Zentrum steht in besonderem Maße die Weitergabe von Wissen und Können. Forschung und Dokumentation sind durch die Ansiedlung des Projekts beim Deutschen Technikmuseum Berlin gesichert.