• Nach der Brexit-Entscheidung schoss der Goldpreis nach oben und erreichte zeitweise den höchsten Stand seit März 2014.

    Nach der Brexit-Entscheidung schoss der Goldpreis nach oben und erreichte zeitweise den höchsten Stand seit März 2014.

  • Die vergangenen sechs Monate zeigen einen kontinuierlichen Anstieg des Gold-Kurses.

    Die vergangenen sechs Monate zeigen einen kontinuierlichen Anstieg des Gold-Kurses.

  • Deutlich zu erkennen: Mit der Bekanntmachung des Brexit-Votums am 24. Juni stieg der Goldpreis rapide an.

    Deutlich zu erkennen: Mit der Bekanntmachung des Brexit-Votums am 24. Juni stieg der Goldpreis rapide an.


06. 07. 2016

Treibt der Brexit den Goldpreis in die Höhe?

Der Goldpreis notiert auf dem höchsten Stand seit drei Jahren. Diese Entwicklung soll sich laut Experten des Reports „In Gold we Trust“ in naher Zukunft deutlich bemerkbar machen: In zwei Jahren könnte die Unze Gold 1.000 USD teurer sein als heute.


Den jüngsten Preisschub verdankt Gold dem anstehenden Brexit. Der Austritt der Britten aus der Europäischen Union treibt die Angst vor einer drohenden Finanzkrise voran. Diese Befürchtungen machen den Ankauf der Krisenwährung Gold attraktiv.

Die gesteigerte Nachfrage hat den Preis je Feinunze ordentlich angetrieben. Seit Januar ist der Goldpreis um rund 27 % gestiegen. Nach der Bekanntgabe des Brexit-Votums hat der Kurs erneut einen Schub nach oben bekommen. Seit dem 23. Juni ist er von circa 1.260 USD auf einen Höchstwert von 1.357 USD geklettert. Damit erreichte der Goldpreis beinahe sein Zweijahreshoch.


2018 rund 2.300 USD pro Unze

Ronald-Peter Stöferle und Mark Valek, die Autoren der seit 2006 jährlich erscheinenden Studie „In Gold we Trust“ der Liechtensteiner Investmentgesellschaft Incrementum glauben, dass der Goldpreis bis Juni 2018 auf rund 2.300 USD pro Unze steigen wird.

Dabei ist der Brexit nur einer von vielen Gründen. Die schwierige wirtschaftliche Situation in den USA könnte allmählich in eine Rezession gleiten: Die jahrelange Niedrigzinspolitik hat die Notenbank schwer geschädigt. Mancherorts wurden bereits Negativzinsen eingeführt, die den Goldankauf fördern. „Früher hieß es, Gold zahlt keine Zinsen, nun heißt es, Gold kostet keine Zinsen“, verdeutlicht der Report.

Auch ein weiterer Vergleich bekräftigt die aktuelle Situation: Die Geldschleusen der Notenbanken stehen derzeit weit offen. Allein die Europäische Zentralbank und die Bank of Japan geben für ihre Programme monatlich so viel Geld aus, dass sie dafür die Goldproduktion eines ganzen Jahres kaufen könnten. Deshalb investieren institutionelle Anleger (Versicherungen und Pensionskassen) momentan massiv in Gold, was den Goldpreis um gut ein Fünftel im ersten Quartal ansteigen ließ.

Von dieser Entwicklung profitieren auch die Konzerne der Gold- und Silberminen. Der positive Nebeneffekt ist die Kurssteigerung vieler Goldminenaktien.