• Alles digital, oder was? Viele Hersteller werden auch auf der Baselworld neue Smartwatches vorstellen.

    Alles digital, oder was? Viele Hersteller werden auch auf der Baselworld neue Smartwatches vorstellen.


11. 03. 2016

Smartwatches im Fokus

Zahlreiche Anbieter betreten die Smartwatch-Arena und wollen im Kampf um den Milliardengewinn mitspielen. Bereits jetzt gibt es diverse Neuerscheinungen und sogar erweitere Versionen von Smart- oder Connected-Watches. Wir zeigen einen Marktüberblick.

Apple – der Dominator.
In deutlich weniger als einem Jahr ist Apple zum Marktführer bei Smartwatches geworden. Obwohl die Apple Watch erst im April 2015 auf den Markt gekommen ist, machte sie nach Analysten-Bericht von Juniper Networks bis Ende des Kalenderjahres bereits 52 % aller verkauften Smartwatches aus. Angeblich hat Apple 2015 etwa 8,8 der insgesamt 17 Millionen weltweit verkauften Smartwatches veräußert. Nach den Erfahrungen von diversen neuen Produktgattungen bei Apple wird man davon ausgehen müssen, dass Kinderkrankheiten rasch behoben und neue Software schnell verfügbar sein wird.

Casio – der Juwelierfreund.
Casio feiert im Handel derzeit eine blühende Renaissance. Die Connected Watch der Edifice-EQB-500-Linie verkauft sich sehr gut und hat Casio zum Marktführer im Segment Connected Watch gemacht, aber auch die Luxusvarianten der G-Shock krempeln den Markt um. Jüngst sind Juweliere wie Rüschenbeck oder Mauer in Bochum bei Casio eingestiegen. Die erste Smartwatch von Casio wurde vorab bereits in München auf der Inhorgenta Munich vorgestellt und punktete vor allem mit Funktionalität. Das Modell ist bis 5 bar wasserdicht – trotz Mikrophon.

Fossil – der Ambitionierte.
Mit gleich 100 Modellen will die durch den Kauf des Fitness-Tracker-Spezialisten Misfit erweiterte Fossil Group im Segment der smarten Technologie angreifen. Auf der Inhorgenta Munich wurden die ersten Modelle der Linie Fossil Qvorgestellt. Fitnessbänder kosten ab 129 €, die Non-Display-Modelle als reinrassige Smartwatch sind ab 279 € zu haben. Für den Juwelier dürften die Modelle der Q-Grant-Kollektion besonders interessant sein. Dies sind herkömmliche Bestseller-Chronographen, die an der Unterseite der Uhr um einen Aufsatz erweitert wurden, der Daten des Trägers erfasst und weiterleitet. Diese Connected Watch kostet ab 179 € (!).

Frederique Constant – der Swiss-Made-Pionier.
Das „Swiss-Made“-Label Frédérique Constant hat bereits seine Horological Smartwatch-Kollektion erweitert. Nach dem Start auf der Baselworld 2015 wurde nun ein Modell in einem rosévergoldeten Stahlgehäuse und mit einem marineblauen Zifferblatt vorgestellt. Die Uhr ist bis 50 Meter wasserdicht und funktioniert sowohl mit iOS- als auch mit Android-Geräten. Optisch ist die Uhr eine Schweizer Luxusuhr, technisch ist sie sowohl eine klassische Quarzuhr als auch eine Connected Watch, die über die Krone bedient werden kann. Das Modell gibt es bei Frédérique Constant und bei Alpina in 39 und 42 Millimetern.

Komsa – der Herausforderer.
Komsa ist seit der Einführung von Smartwatches auf dem deutschen Markt dabei und zu einem der wichtigsten Großhändler geworden. Nun will man zum Juwelier. „Jetzt sind Smartwatches richtige Uhren geworden“, begründet Patrick Schaab, Vice President von Komsa, den Schritt. Auf der Inhorgenta wurden begehrte Modelle von Samsung, Huawei oder Withings vorgestellt – ab 129 Euro VK.

TAG Heuer – der Luxusanbieter.
TAG Heuer hat unter dem neuen Chef Jean-Claude Biver wieder kräftig die Werbetrommel gerührt für die erste Smartwatch eines vielwerbenden Schweizer Luxusanbieters. Das Resultat: Die Connected Watch wurde zur begehrtesten Referenz in der Unternehmensgeschichte. Nächstes Jahr wolle man 100.000 bis 120.000 Smartwatches verkaufen, so Biver, der derzeit neue Mitarbeiter für die Fertigung einstellt. Wermutstropfen: Die Uhren gibt es in Deutschland nur an fünf stationären Standorten zu kaufen, die eigene Boutique in München und vier Christ-Filialen. Somit kann der Handel nicht von der riesigen Aufmerksamkeit profitieren, die die Uhr ausgelöst hat.

Victorinox –Alltagsversion.
Eine Uhr mit hohem Alltagsnutzen wird es wohl werden, wenn sich Victorinox und Acer zusammentun. Basis dieser „Uhr mit intelligentem Zusatzteil“ ist das robuste Victorinox-Modell Inox. Bei der Kooperation geht es darum, Wearable-Technologien in das Victorinox Swiss Army-Portfolio aufzunehmen. Was die Uhr können wird, ist noch nicht bekannt.