• Askania-Chef Leonhard R. Müller sprach mit uns über die Initiative ZEITATELIER.

    Askania-Chef Leonhard R. Müller sprach mit uns über die Initiative ZEITATELIER.


07. 01. 2014

ZEITATELIER - Es gibt keine Alternative!

Blickpunkt Juwelier/DERJUWELIER.at: Der Markt ist hart umkämpft, mechanische Uhren gelten als Luxus. Wie überzeugt man jemanden davon, dass er das braucht?

Leonhard R. Müller: Ein Genießer, der zum Beispiel an einem Oldtimer Spaß hat – das ist ein Kunde, der Mechanik schätzt. Wer dafür kein Verständnis hat, das etwas Fachwissen und Geduld bedarf, den brauchen wir nicht anzusprechen. Das ist kein Kunde für uns.

DJ: Als Hersteller hochwertiger Uhren müssen Sie bei Fertigung und Design mit der Zeit gehen, aber auch bei Information und Vertrieb. Wie sehen Sie hier die Chancen im Internet?

Müller: Ich glaube, dass Online-Shops immer mehr an Bedeutung gewinnen. Und ich habe nichts dagegen, wenn Konzessionäre Askania-Uhren auf ihrer Homepage bewerben und verkaufen. Aber es wird immer Leute geben, die eine Uhr nicht online kaufen wollen und sich nur im Web informieren.

DJ: Das ZEITATELIER vereint unterschiedliche Hersteller und Fachhändler. Wie beurteilen Sie diese Form der Zusammenarbeit?

Müller: Ich halte die Idee für eine ganz großartige Sache. Es gibt dazu eigentlich keine Alternative, man muss das machen. Ich finde es unerträglich, wenn Leute Uhren verkaufen, obwohl sie eigentlich keine Ahnung davon haben. Es darf nicht nur darum gehen, wer wie viele Prozente gibt. Natürlich ist es bequemer, nur noch vorverkaufte Uhren zu vertreiben, aber es macht keinen Spaß! Ich will dem Kunden nicht nur erzählen können, wie lange er auf seine Uhr warten muss. Ich will ihn begeistern, will ihm erzählen, worauf es ankommt: auf die Ablesbarkeit, Dichtigkeit, Qualität und Haltbarkeit. Das ist es auch, was für mich das ZEITATELIER bedeutet: Wenn einer das ZEITATELIER wählt, der bekommt etwas Besonderes geboten. Etwas, das nicht jeder hat.


Über Askania

Seit ihrer Gründung im Jahr 1871 ist die Uhrenmanufaktur Askania eng mit der Luftfahrt verbunden. Bis in die 1950er-Jahre wurden viele Flugzeuge mit den Präzisionsgeräten aus Deutschland ausgestattet. Neben Bordinstrumenten fertigte die Firma auch Instrumente für Marine, Observatorien und auch Filmkameras. Doch es war die Passion für die Fliegerei, welche Askania inspirierte, die ersten Armbanduhren für Piloten zu bauen. Seit dem Relaunch der Marke 2006 hat Geschäftsführer Leonhard R. Müller diesen Kurs fortgesetzt und in erster Linie Fliegeruhren auf den Markt gebracht. Mit Namen wie Elly Beinhorn, Tegel oder Tempelhof haben alle Modelle aber auch einen überdeutlichen Bezug zur Haupt- und Heimatstadt Berlin.

Berliner Zeitkunst

Die Konstruktion aller Uhren sowie die Veredelung der großteils mechanischen Werke finden standesgemäß in der Werkstatt in den Hackeschen Höfen in Berlin-Mitte statt, wo man im prunkvollen Atelier auch einen Überblick über die Geschichte der Marke erhält. Um den Erfolgsweg der vergangenen Jahre weiterzugehen, hat sich Askania nun auch der Initiative ZEITATELIER angeschlossen, wo sich die Manufaktur in Sachen Qualität und Stil in guter Gesellschaft sieht.