• Profilschärfung. Nach Absagen großer Marken kündigt sich ein Strukturwandel an.

    Profilschärfung. Nach Absagen großer Marken kündigt sich ein Strukturwandel an.

  • Öffnung der „heiligen Hallen“: Juweliere können ausgewählte Konsument einladen, die im Anschluss an den Messebesuch ein aufschlussreiches Feedback geben können.

    Öffnung der „heiligen Hallen“: Juweliere können ausgewählte Konsument einladen, die im Anschluss an den Messebesuch ein aufschlussreiches Feedback geben können.

  • Matchmaking: Aussteller hinterlegen Leistung und Zielgruppe und Juweliere geben dazu Interessengebiete an. Das ist einfaches Kontaktknüpfen.

    Matchmaking: Aussteller hinterlegen Leistung und Zielgruppe und Juweliere geben dazu Interessengebiete an. Das ist einfaches Kontaktknüpfen.

  • Profilschärfung der Hallen: Die Besucher sollen die Messe mit besonderen Erlebnissen verbinden, daher erarbeitet man hochwertige Konzepte (Fashion Show und Themenwelten).

    Profilschärfung der Hallen: Die Besucher sollen die Messe mit besonderen Erlebnissen verbinden, daher erarbeitet man hochwertige Konzepte (Fashion Show und Themenwelten).

  • Zukunft: Online-Shop-Spezialisten und Agenturen für Marketing und Social Media zeigen, wie Juweliere die neuen Medien zur Steigerung der eigenen Bekanntheit nutzen können.

    Zukunft: Online-Shop-Spezialisten und Agenturen für Marketing und Social Media zeigen, wie Juweliere die neuen Medien zur Steigerung der eigenen Bekanntheit nutzen können.


20. 08. 2015

Strukturwandel: Inhorgenta Munich stellt sich neu auf

Nach den Absagen großer Marken wie Thomas Sabo, Pandora, der Marlox-Group oder zuletzt Fossil stand das Konzept der Messe auf dem Prüfstand. Um der Abwärtsspirale der letzten Jahre mit immer weniger Besuchern und Ausstellern entgegenzuwirken, müssen die Veranstalter der Inhorgenta dringend neue Impulse und Strukturen schaffen. Erste Ansätze sind jetzt gemacht.

Es musste etwas geschehen mit der Inhorgenta Munich. Denn die große Branchenmesse zu verlieren ist undenkbar. Ja, es sei jetzt Zeit für Veränderungen, erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe München, Klaus Dittrich: „Aktuell arbeiten wir in engem Austausch mit der gesamten Branche daran, für die Inhorgenta Munich 2016 neue Angebote zu entwickeln, die sich maßgeblich vom bisherigen Profil der Messe unterscheiden.“ Darunter sticht eines besonders hervor: Auch Verbraucher sollen künftig Zutritt erhalten.

Sehr wichtig sind die Bemühungen, Juweliere mit Kommunikationsangeboten (online und offline) bei der Effektivität ihres Besuchs zu unterstützen, die Hallenprofile zu schärfen und höchste Ausstellerqualität zu bieten, wie auch die Nachwuchsförderung zu beachten. Eine interessante Option für Aussteller, die auf den asiatischen Markt zielen: Auf der Shenzhen Watch & Clock Fair, einer der größten Uhrenmessen der Welt, unterschrieb die Inhorgenta eine Kooperationsvereinbarung. Auch in München bemüht man sich also um China, nicht nur in Freiburg.

Neue Pläne für München

Individual. Inspiring. Innovativ. Unter diesen Schlagworten stellt sich die Inhorgenta 2016 vor; um diese Versprechen zu halten, sind folgende Änderungen geplant:

Öffnung für Verbraucher

In der Vergangenheit diskutierten Aussteller, Juweliere und Brancheninsider bereits kontrovers darüber: eine Öffnung der „heiligen Hallen“ für Konsumenten. Jetzt wagt die Messeleitung einen Vorstoß. Sie will es „Top-Juwelieren“ ermöglichen, „Endkunden einzuladen, die sie selbst dafür aussuchen. Die wiederum können der Branche nach ihrem Messebesuch ein aufschlussreiches Feedback geben.“ Ein Konzept dafür liegt aber noch nicht vor.

Exklusives Fest

Eine Messe ist Kommunikation. Wer das versteht, bietet entsprechende Möglichkeiten, sich zu treffen. Dass das tägliche Afterwork (Foto) definitiv angenommen wird, ist spätestens seit Basel klar. Nachdem nun Fossil und Thomas Sabo nicht mehr da sind, fehlen aber „richtige“ Partys. Die Lösung: Ein zusätzliches, exklusives Fest für Aussteller, Juweliere und Partner soll das „krönende Highlight“ der nächsten Inhorgenta werden

Matchmaking zur Vorbereitung

Nicht neu, aber sinnvoll: der Online-Matchmaking-Service der Messe. Er hilft dabei, den Besuch optimal vorzubereiten und effektiv zu nutzen. Die Inhorgenta baut ihn nun weiter aus. Das Konzept: Während Aussteller ihre Leistungen und Zielgruppen hinterlegen, geben Juweliere ihre Interessengebiete an. Das Online-System sucht anhand dieser Kriterien nach passenden Geschäftspartnern. So lassen sich leicht neue Kontakte knüpfen

Profilschärfung der Hallen

In der „Premium-Halle“ B1 herrschte 2015 nur selten so ein Gedränge wie bei der Moden- und Schmuckschau mit Promi-Model Marcus Schenkenberg. Hier will man sich daher – neben der Aussteller- und Produktqualität – auf hochwertiges Entertainment konzentrieren und das „Fashion Show“-Konzept ausbauen. Auch in den anderen Hallen sollen künftig „faszinierende Themenwelten“ den Besuchern besondere Erlebnisse verschaffen

Nachwuchsförderung

Die Förderung des Nachwuchses ist zwar nicht originäre Aufgabe einer Messe, aber es zeugt von Branchenkenntnis, dass sich die Inhorgenta diesem existentiellen Thema annimmt. Der Branchennachwuchs soll daher 2016 auf der Messe vielfältige Unterstützung erhalten, um den Einstieg ins Berufsleben zu finden. In Zusammenarbeit mit Partnern und Schulen gibt es am letzten Messetag erstmals ein speziell auf die Bedürfnisse von Nachwuchskräften und Aus-zubildenden ausgerichtetes Programm.

Online-Forum für den Juwelier als zukunftsorientierten Dienstleister

Juweliere müssen sich künftig als zukunftsorientierte Dienstleister positionieren. Ein Online-Forum im kommenden Jahr will daher gemeinsam mit Online-Shop-Spezialisten und Agenturen für Marketing und Social Media zeigen, wie Juweliere die neuen Medien zur Steigerung der eigenen Bekanntheit nutzen können.


Messedaten Inhorgenta Munich:

12. bis 15. Februar 2016
Messe München GmbH
http://www.inhorgenta.com/de/startseite