• Die erste Smartwatch von TAG Heuer setzt auf ein analoges Uhrendesign.

    Die erste Smartwatch von TAG Heuer setzt auf ein analoges Uhrendesign.

  • Die TAG Heuer Connected: Das Silikon-Band ist in sieben verschiedenen Farben erhältlich.

    Die TAG Heuer Connected: Das Silikon-Band ist in sieben verschiedenen Farben erhältlich.

  • Unter diesem Display steckt ein Mikrocomputer aus dem Hause Intel.

    Unter diesem Display steckt ein Mikrocomputer aus dem Hause Intel.


16. 11. 2015

TAG Heuer lanciert Smartwatch

Anfang November stellte TAG Heuer gemeinsam mit Google und Intel seine erste Smartwatch vor.

Das Basis-Model der TAG Heuer Connected war die Carrera-Uhrenserie, die mit dem kleinsten Computer der Welt, dem „Atom Z34XX“-Prozessor aus dem Hause Intel betrieben wird. Würde man den Prozessor mit den erforderlichen Schnittstellen versehen, könnte man ihn mit Tastatur und Bildschirm betreiben. Das Betriebssystem Android Wear kommt von Google. Wirklich neu ist das allerdings nicht. Mitbewerber wie Samsung, Sony und LG verwenden dieselbe Basis.

„Apple hat uns aufgeweckt“

„Richtig tief war die Schweizer Uhrenindustrie in diese Thematik noch nie involviert. Aber die Apple Watch hat uns aufgeweckt und auch ein wenig aufgeschreckt. Auch für uns bei TAG Heuer war klar, dass wir die Arena mit reichlich Verspätung betreten werden. Aber da wir auf unsere Fahnen Avantgarde geschrieben haben, mussten wir mit unserem Produkt zwangsläufig nach vorne“, verdeutlicht TAG Heuer-Chef Jean-Claude Biver die Entscheidung für die Entwicklung der Connected.

Was kann die Connected?

Nach einer kurzen Startphase erscheint das Zifferblatt im klassischen Dreizeiger oder Chronographen-Design auf dem 1,5 Zoll großen Bildschirm. Die Smartwatch verfügt über drei vorinstallierte Zifferblätter-Designs, weitere können über den Google Play Store geladen werden. Selbstverständlich lassen sich außerdem weitere Apps downloaden. Damit kann der Zeitmesser zum Beispiel mit Fitness- und Kalenderfunktionen oder einer Schlaftracking- sowie Voice-Memos-App ausgestattet werden. Musik hören, verpasste Anrufe und Push-Nachrichten können auch auf dem Display abgelesen werden.

Die Connected kann im Gegensatz zur Apple Watch mit Android- als auch iOS-Geräten kommunizieren, wenn auch letzteres nur eingeschränkt. Daten laden oder speichern funktioniert über Wifi oder via Bluetooth auf dem Smartphone. Per Knopfdruck gelangt man in die Smartphone-unabhängige Funktionsebene, mit der man Stoppuhr, Timer oder Alarm steuern kann.

Akkulaufzeit von 25 Stunden

„Die Connected ist in erster Linie eine Uhr, auch wenn sie einen Mikrocomputer besitzt.“ stellt Biver fest. Inwiefern das zutrifft ist unsicher, da die Uhr wie ein Smartphone über eine Ladeschale aufgeladen werden muss. Laut Hersteller beträgt die Akkulaufzeit 25 Stunden und muss daher, genau wie die Apple Watch, täglich geladen werden.

Im Gegensatz zur asiatischen Konkurrenz sieht man der Connected mit ihrem robusten Titangehäuse ihre Schweizer Herkunft deutlich an. Auch der Listenpreis von 1.350 Euro ist damit deutlich über den Modellen von Samsung und Co. angesiedelt.

Marketing Aktion

Laut Spiegel Online kann der Connected-Besitzer nach zwei Jahren, wenn die Technik der Uhr veraltet sein sollte, gegen eine weitere Zahlung von 1.350 Euro die smarte TAG Heuer gegen ein Analog-Modell der Carrera umtauschen.