• Die Tore bleiben geschlossen: Mit Ende des Jahres gibt die Scheideanstalt Carl Schaefer den Geschäftsbetrieb auf.

    Die Tore bleiben geschlossen: Mit Ende des Jahres gibt die Scheideanstalt Carl Schaefer den Geschäftsbetrieb auf.

  • Interessenten gibt es derzeit nur für Maschinen, auch das Schmuckkettenlager kann verwertet werden.

    Interessenten gibt es derzeit nur für Maschinen, auch das Schmuckkettenlager kann verwertet werden.


27. 11. 2015

Endgültiges Aus für Carl Schaefer

Die Aufgabe des Geschäftsbetriebs von Carl Schaefer ist nun Gewissheit.

Insolvenzverwalter Dr. Wolfgang Bilgery ist es nicht gelungen, einen Käufer für die Scheideanstalt in Pforzheim zu finden. „Alle Mitarbeiter wurden bereits gekündigt. Die längsten Fristen laufen noch bis zum 31. Januar 2016“, lässt Bilgery verlautbaren. Im Moment sind noch ca. 20 Mitarbeiter für die Ausproduktion und kleinere Aufträge im Betrieb tätig. Mit Ende des Jahres gehen bei Carl Schaefer nach über 154 Jahren die Lichter für immer aus. Alle Maschinen werden verkauft und das Schmuckkettenlager soll verwertet werden.

Die Gründe
In erster Linie soll die Insolvenz auf rückläufige Umsätze in der Schmuckindustrie und hohe Forderungsausfälle zurückgehen. Die Insolvenz der Firma Cobra Schmuck aus Pforzheim brachte Carl Schaefer ebenfalls ins Wanken. Bei einem Einbruch bei Cobra wurden beträchtliche Mengen Gold und Silber entwendet, die teilweise der Scheideanstalt gehörten. Die 2011 getätigten Investitionen in den Bereichen Weiterentwicklung von Technologien und Infrastruktur, die nicht getilgt werden konnten, verkomplizierten die Lage zunehmend.
Außerdem vermutet man, dass sich der Traditionsbetrieb eventuell mit den Gründungen weiterer Unternehmen (CSPMI Carl Schaefer Precious Metals Innovation und Domus Aurea) übernommen habe. Die Fehlbeträge wurden aus Rücklagen finanziert. Die daraus resultierenden Liquiditätsschwierigkeiten konnte das Unternehmen nicht länger kompensieren.